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Werkaustellung
Ans Werk! 16.10.25

Donnerstag, 16. Oktober 2025, 19:00 Uhr*

Eröffnung: „Ans Werk!“ Die Henrichshütte erfindet sich neu
Werkstattausstellung lädt zum Entdecken und Mitmachen ein*

Hattingen (lwl). „Ans Werk!“ heißt es ab Donnerstag im LWL-Museum
Henrichshütte in Hattingen. Unter diesem Titel eröffnet das Museum des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) eine Werkstattausstellung.
Höhepunkt der Schau, die der Vorbereitung der neuen Dauerausstellung
dient, sind ein digitales Hüttenmodell sowie ein KI-Avatar, mit dessen
Künstlicher Intelligenz (KI) Besucherinnen und Besucher ins Gespräch
kommen können.

„25 Jahre nach der Museumseröffnung ist es Zeit, die Henrichshütte neu
in den Blick zu nehmen“, erklärte Dr. Kirsten Baumann, Direktorin der
LWL-Museen für Industriekultur, am Donnerstag (9.10.) in Hattingen.
„Standen in der Vergangenheit vor allem historische Perspektiven im
Fokus, möchten wir künftig auch aktuelle Themen wie Globalisierung oder
Nachhaltigkeit aufgreifen und insgesamt digitaler werden.“ Bei der
Umsetzung ist die Meinung der Gäste gefragt. Baumann: „Das
Werkstattformat dient dazu, die Besucherinnen und Besucher einzubeziehen
und innovative Vermittlungsmethoden auszuprobieren. Die Ergebnisse
werden in die Konzeption der neuen Dauerausstellung einfließen. Wenn
alles gut läuft, werden wir die Dauerausstellung im Sommer 2027
eröffnen“, so die Direktorin.

Bis dahin können Besucherinnen und Besucher in der Henrichshütte „ans
Werk“ gehen. Im Museumsfoyer werden sie durch Bilder und Impressionen
aus der Hüttengeschichte empfangen. Höhepunkt ist ein digital
animiertes, dreidimensionales Hüttenmodell, das zusammen mit einem
Bremer Studio für audiovisuelle Kunst entwickelt wurde. „Das Modell
zeigt sehr anschaulich die Prozesse der Eisen- und Stahlherstellung, vom
Einsatz der verschiedenen Rohstoffe über den Transport und die Möllerung
bis zur Eisenschmelze im Hochofen und Aufbereitung des Roheisens im
Stahlwerk“, erklärt Kurator Dr. Olaf Schmidt-Rutsch vom LWL-Museum
Henrichshütte. Videoanimationen und Audios in drei Sprachen liefern
vertiefende Informationen. Neue Wege geht das Museum mit dem
lebensgroßen KI-Avatar „Andi“, der von Ulrich Wilkes und seiner Agentur
entwickelt wurde. „Andi hat ein offenes Ohr für Fragen und gibt Gästen
sein erlerntes Wissen weiter. Er wird von den Gästen lernen, und auch
wir lernen durch das, was der Avatar gefragt wird“, erklärt Jan Köplin
vom LWL-Museum. Mitmachen gefragt ist auch im Werkstattbereich, wo
gebaut, geschaut, geschrieben und gesprochen werden kann.

Ein Zeitstrahl dient bei all dem als Orientierungslinie durch die Hütte
und ihre Geschichte. Kurze Texte, Bilder und Medienstationen geben
schlaglichtartig einen Überblick über die Hüttengeschichte von der
Gründung 1854 bis zum letzten Hochofenabstich 1987. Exponate wie ein
Rest Roheisen aus der Abstichrinne und eine Gedenktafel, die die
Arbeiter aus dem Eisen des letzten Abstichs gegossen haben, ergänzen die
Präsentation. Zur Werkstatt gehören außerdem vier große
„Ausstellungswürfel“ auf dem Außengelände. Hier stellt das LWL-Museum
mögliche Themen der neuen Dauerausstellung vor: Innovation,
Nachhaltigkeit, Globalisierung und Strukturwandel.

/Eröffnung/
„Ans Werk!“ wird am Donnerstag (16.10.) im 19 Uhr im LWL-Museum
Henrichshütte eröffnet. Museumsdirektorin Dr. Kirsten Baumann begrüßt
die Gäste, bevor Dr. Olaf Schmidt-Rutsch eine Einführung gibt. Für
musikalische Begleitung sorgt das „Trio Encuentro“. Gäste sind herzlich
willkommen Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

*Veranstaltungsort*
LWL-Museum Henrichshütte
Werksstr. 31-33, 45527 Hattingen