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Vortrag
Frauenarbeit im Ersten Weltkrieg. Beispiele aus Oberhausen und dem Ruhrgebiet
Kostenloser Vortrag im Stadtarchiv Oberhausen
Das Bild von der Frauenarbeit im Ersten Weltkrieg ist geprägt von Frauen in der Rüstungsindustrie: Frauen, die Maschinengewehre montieren, die Geschosshülsen pressen, sie transportieren und abdrehen, die Zünder fertigen u.a.m. Nicht so sehr im Blickpunkt war bisher, dass Frauen auch im Transportwesen ihr Geld verdienten, Post austrugen, für die Elektrizitätswerke Zähler ablasen, für die Städte die Straßen reinigten, für die Reichspost die Briefe austrugen und für etliche Großunternehmen sogar als „Beamtinnen“, d.h. Angestellte arbeiteten.
Historiker Prof. Dr. Manfred Rasch wirft bei seinem Vortrag im Stadtarchiv zusätzlich auch seinen Blick auf die unbezahlte, karitative Frauenarbeit, ohne die die Reservelazarette, die Kinderhorte und Kriegsküchen der „Heimatfront“ nicht funktioniert hätten. Ohne die Frauenarbeit hätte die deutsche Kriegswirtschaft nicht bis Herbst 1918 aufrechterhalten werden können. Dieser Arbeitskräfteeinsatz unterscheidet den Ersten Weltkrieg wesentlich vom Zweiten, als Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene die meisten Ersatzarbeitskräfte stellten. Doch wie wurde diese Frauenarbeit wertgeschätzt?
Alle interessierten Oberhausener:innen und alle Freund:innen der Oberhausener Stadt- und der Ruhrgebietsgeschichte sind herzlich eingeladen. Das Angebot ist kostenlos.
Donnerstag, 27.11.2025, um 18:00 Uhr im Stadtarchiv Oberhausen, Eschenstraße 60, 46049 Oberhausen.
Dieses Angebot ist Teil der Reihe „Oberhausener Stadtgeschichte(n) entdecken“ von Stadtarchiv Oberhausen, Literarischer Gesellschaft Oberhausen e.V., Historischer Gesellschaft Oberhausen e.V., Gedenkhalle Oberhausen, Geschichtswerkstatt Oberhausen, dem LVR-Industriemuseum Zinkfabrik Altenberg sowie der Volkshochschule.
Nähere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung telefonisch unter 0208 / 825 2385, über vhs@oberhausen.de<mailto:vhs@oberhausen.de> oder über www.vhs.oberhausen.de<www.vhs.oberhausen.de>; Ihr Ansprechpartner in der Volkshochschule ist Matthias Ruschke, Fachbereichsleiter Gesellschaft – Politik – Mensch.