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Vortrag
Befreit

Dienstag, 6. Januar 2026, 18.30 Uhr

*Befreit, aber auch frei?
Zur Situation der Displaced Persons im Ruhrgebiet*
Vortrag von Sabine Krämer

Bei Kriegsende befanden sich ca. 10,8 Millionen so genannte Displaced
Persons (DP) in Deutschland. Die Bezeichnung galt Menschen, die während
des Krieges aus ihren Heimatländern in das Deutsche Reich verschleppt
worden waren und die KZ-Haft, Zwangsarbeit und Kriegsgefangenschaft
überlebt hatten. In der kollektiven Erinnerung an die „Stunde Null“ trat
das Schicksal der Zwangsverschleppten jahrzehntelang in den Hintergrund.
Die Leistungen des Wiederaufbaus der deutschen Bevölkerung und die
Schaffung von etwas Neuem standen in ihrem Focus. Themen, die in einer
Kontinuität zur NS-Diktatur standen, wurden ausgeblendet. Die
Berichterstattung der Alliierten ihrerseits schuf die Erzählung der
glücklichen Befreiung der Zwangsverschleppten und der baldigen Rückkehr
in ihre Heimat.

Gerade im Ruhrgebiet als industriellem Zentrum befanden sich nach
Kriegsende Hunderttausende ehemalige Zwangsarbeiter:innen und
Kriegsgefangene. Ihre Anwesenheit belastete die katastrophale
Versorgungslage in den weitgehend zerstörten Städten. Wie „glücklich“
gestaltete sich also die Situation der unterschiedlichen DP-Gruppen im
Ruhrgebiet? Bot die von Zuwanderung geprägte Gesellschaft des
Ruhrgebiets den DPs bessere Bedingungen? Diesen und weiteren Fragen
widmet sich der Vortrag.

Der Vortrag ist Teil der Reihe „Befreit – und dann? Eine Nachlese zum
Kriegsende vor 80 Jahren“ der Initiative Nordbahnhof Bochum e.V.
(www.initiative-nordbahnhof-bochum.de/veranstaltungen.html).
Anmeldung erbeten unter: anmeldung@initiative-nordbahnhof-bochum.de

<anmeldung@initiative-nordbahnhof-bochum.de>*Veranstaltungsort*
Historischer Nordbahnhof
Ostring 15, 44787 Bochum