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Literatur
Literatur des Spuren der Arbeiter*innenkämpfe

Mittwoch, 23. September 2026, 18 Uhr

*Spuren der Arbeiter*innenkämpfe in der mehrsprachigen Literatur des
Ruhrgebiets
*Vortrag von Nesrin Tançs, RUB/ College UA Ruhr

Das Ruhrgebiet ist historisch gekennzeichnet von Arbeitsmigration, wobei
die literarischen Zeugnisse dieser Migrationsgeschichten oft unbeachtet
bleiben. Nesrin Tançs Vortrag (RUB, College UA Ruhr) widmet sich den
Spuren von Arbeiter:innenkämpfen in der mehrsprachigen Literatur des
Ruhrgebiets und lädt dazu ein, diese als Teil einer vielfältigen
regionalen Erinnerungskultur zu entdecken.

Begleitprogramm der Ausstellung „Radikale Hoffnung. Kunst und
Arbeitskampf
<www.kunstmuseum-gelsenkirchen.de/ausstellungen/radikale-hoffnung>“,
die Arbeitskämpfe thematisieren – dokumentarisch, poetisch, kritisch,
radikal, solidarisch und aus eigener Betroffenheit. Anfang des 20.
Jahrhunderts rückt die Kunst den Kampf der arbeitenden Klasse gegen
soziale Missstände in den Fokus. Ab den 1960er Jahren wirken sich die
Arbeitskämpfe auf die eigene künstlerische Praxis aus, wenn
Künstler:innen selbst in den Streik treten. Auch über die Kunst hinaus
erzeugen Widerstände gegen Arbeit bis heute eindrucksvolle Bilder und
Praktiken, die sich fortlaufend den globalen Entwicklungen anpassen. In
Gelsenkirchen gehört dazu auch ein feministisches Kapitel des
Arbeitskampfes: Arbeiterinnen erstritten hier Anfang der 1980er Jahre
Lohngleichheit und wurden damit Teil einer europaweiten Bewegung, zu der
auch die von Künstlerinnen initiierte Kampagne „Lohn für Hausarbeit“ in
Italien zählt. Beide Positionen sind Bestandteil der Ausstellung, die
unterschiedliche künstlerische Perspektiven und Praktiken des
Arbeitskampfs zeigt und zugleich die vielfältigen Überschneidungen
zwischen Protestästhetiken in Kunst und Alltag in den Blick nimmt.

*Veranstaltungsort*
Kunstmuseum Gelsenkirchen
Horster Str. 5-7, 45897 Gelsenkirchen