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Letzte Veranstaltungen der Steinwache vor der Sommerpause

Liebe Freundinnen und Freunde der Steinwache,

ich möchte Sie auf zwei sehr lohnende Veranstaltungen vor den Sommerferien
hinweisen. Beide finden im Stadtarchiv statt. Dabei stellt Helene Roth am
kommenden Donnerstag das „fotografische Exil“ in New York während der
NS-Zeit vor und Katharina Wojatzek und Rolf Fischer präsentieren ihre
Studie zum BVB zwischen 1933 und 1945.

Herzliche Grüße,

Markus Günnewig

Vortrag, 25.06.2026, 19.00 Uhr im Stadtarchiv, Märkische Straße 14, 44135
Dortmund
Helene Roth: Urban Eyes. Deutschsprachige Fotograf*innen im New Yorker
Exil der 1930er- und 1940er- Jahre
Mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten etablierte sich New York als
Ankunftsstadt für deutschsprachige Fotograf*innen, denen die Flucht aus
Europa gelang. Die Fotografie als Medium befand sich zu dieser Zeit in
einem Umbruch, unter anderem durch das Bemühen, sie als Kunstform zu
etablieren. Die Exilant*innen wiederum brachten unterschiedliche
Ausbildungen, Kameratypen und Emigrationsverläufe mit. Manche waren schon
professionell tätig gewesen, andere mussten ihre erlernten Berufe aufgeben
und erwarben sich autodidaktisch fotografische Kompetenzen. So
unterschieden sich auch ihre künstlerischen Strategien im New Yorker Exil.
Die Kamera diente als Medium, sich mit der Metropole auseinanderzusetzen,
die Emigrationserfahrung zu reflektieren, Netzwerke aufzubauen und
schlicht ökonomisch zu überleben.
Um die komplexen Zusammenhänge von Fotografie und Exil im Kontext der
Metropole New York umfassend zu analysieren, werden die kreativen
Leistungen und heterogenen Perspektiven, aber auch die Niederlagen und
Rückschläge emigrierter Fotograf*innen näher in den Blick genommen. Aus
einer transnationalen Sicht betrachtet das Buch die soziokulturellen,
politischen sowie künstlerischen Entwicklungen während der 1930er- und
1940er-Jahre.
Dr. Helene Roth ist wissenschaftliche Assistentin bei Prof. Dr. Burcu
Dogramaci im Institut für Kunstgeschichte der
Ludwig-Maximilians-Universität München. Ihre Forschungsschwerpunkte der
Kunstgeschichte von 1900 bis zur Gegenwart sind Fotografie, Mode,
Architektur, Migration und Exil, Skulptur nach 1945 und in der Emigration.

Vortrag, 09.07.2026, 19.00 Uhr im Stadtarchiv, Märkische Straße 14, 44135
Dortmund
Rolf Fischer, Katharina Wojatzek: Borussia Dortmund in der Zeit des
Nationalsozialismus, 1933-1945
Seit den 1920er-Jahren war der Fußballsport ein Zuschauermagnet und
vielerorts, besonders im Industriegebiet an der Ruhr, Teil der
Alltagskultur. Gleich nach ihrem Machtantritt im Januar 1933 machten sich
die Nationalsozialisten daher daran, auch die Fußballvereine
politisch-ideologisch auf Linie zu bringen: „Vereinsführer“ wurden
installiert, „Nicht-Arier“ ausgeschlossen. Wie sich die Funktionäre und
Spieler von Borussia Dortmund in der Zeit der Diktatur verhielten, wie sie
sich anpassten oder der Vereinnahmung entgegentraten, erläutern die
Autoren des 2024 erschienenen Buches auf der Grundlage zahlreicher
Dokumente und Fotografien.
Dr. Rolf Fischer, Historiker und freier Mitarbeiter der Mahn- und
Gedenkstätte Steinwache, forscht und publiziert zu den Themen jüdische
Geschichte, Antisemitismus und Holocaust. 2015 veröffentlichte er das
Gedenkbuch „Verfolgung und Vernichtung. Die Dortmunder Opfer der Shoah“.
Katharina Wojatzek, M. A., studierte an der Ruhr-Universität Bochum
Geschichte. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Mahn- und
Gedenkstätte Steinwache und arbeitet an ihrer Dissertation zum Thema
„Arisierung“ in Dortmund.

Öffentlicher Stadtrundgang, 05.07.2026, 14.30–16.00 Uhr
NS-Verfolgung in Dortmund
Anhand historischer Schauplätze werden die Geschichte und die Funktion des
ehemaligen Polizeigefängnisses im Nationalsozialismus veranschaulicht. Im
Mittelpunkt stehen dabei die mit diesen Orten verknüpften Schicksale der
Verfolgten und ihre persönlichen Geschichten. Gefragt wird auch nach den
Täter*innen bzw. Verantwortlichen und dem gesellschaftlichen Umfeld. Wie
wirkte sich die breite Akzeptanz und Unterstützung der NS-Verbrechen
konkret für die Verfolgten aus?
Start vor dem Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Hansastr. 3, 44137
Dortmund
Ohne Anmeldung
Kostenfrei

Öffentlicher Stadtrundgang, 19.07.2026, 14.30–16.00 Uhr
Dortmund und der Holocaust
Es werden Orte im Innenstadtbereich aufgesucht, die einen Bezug zur
antisemitischen Verfolgung in den 1930er Jahren sowie zum Holocaust haben.
Dabei wird deutlich, dass dieser „vor unser aller Haustür“ begann. Welche
Spuren gibt es heute noch? Welche Orte waren von Bedeutung? Diesen und
anderen Fragen werden wir gemeinsam nachgehen.
Start vor dem Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Hansastr. 3, 44137
Dortmund
Ohne Anmeldung
Kostenfrei
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Dr. Markus Günnewig
Leiter der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache
Stadtarchiv Dortmund
Märkische Straße 14
44122 Dortmund
Telefon: 0231 – 5027685
Telefax: 0231 – 5026011
www.dortmund.de/steinwache
www.facebook.com/steinwache
www.instagram.com/gedenkstaette_steinwache

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wichtiges Anliegen. Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link:
www.dortmund.de/datenschutz.
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