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„Kommunale Kulturpolitik aus der „Kraft der Gegenwart“. Entscheidungsprozesse in den Industriestädten Gelsenkirchen und Wolfsburg“ Buchvorstellung Fabian am 29.04. in Gelsenkirchen
Kommunale Kulturpolitik aus der „Kraft der Gegenwart“. Entscheidungsprozesse in den Industriestädten Gelsenkirchen und Wolfsburg – Buchvorstellung
Dr. Fabian Köster, Gelsenkirchen
Mittwoch, 29. April 2026, 18 Uhr
Dokumentationsstätte „Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“
Cranger Straße 323, 45891 Gelsenkirchen
Gelsenkirchen und Wolfsburg waren besondere „Wirtschaftswunder“-Städte. In der Nachkriegszeit versuchten beide Industriestädte sich kulturpolitisch zu emanzipieren: von der eigenen NS-Vergangenheit, von den traditionsreicheren Nachbarstädten und von der Macht der lokalen Unternehmen. Dabei sollten groß angelegte und innovative Kulturprojekte identitätsstiftend wirken, bauliche wie ideelle Leerstellen ausfüllen und integrative, bisweilen auch „volkserzieherische“ Kraft entfalten.
Die durchaus experimentierfreudigen kulturpolitischen Suchbewegungen im kommunalen Raum offenbaren im bundesrepublikanischen Kontext einen doppelten Vorsprung: Sowohl im Bereich der kulturpolitischen Programmatik als auch bei der Zuwendung zur kontrovers diskutierten zeitgenössischen Kunst waren beide Industriestädte ihrer Zeit voraus – wenn auch nicht ohne deutliche Ambivalenzen.
Über diese Bedeutung kommunaler Kulturpolitik in der konfliktbehafteten demokratischen Findungsphase nach 1945 berichtet Fabian Köster auf Grundlage seiner soeben erschienenen Dissertation.
Der Eintritt ist frei.
Dr. Sabine Kittel
Stadt Gelsenkirchen
Die Oberbürgermeisterin
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