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FÄLLT AUS – Recht unter Druck
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Betreff: [Geschichtskultur] Diskussion: Recht unter Druck: Verfassung
zwischen Interpretation und Praxis, 03.06.26
Datum: Wed, 27 May 2026 07:26:43 +0200 (CEST)
Von: Geschichtskultur <geschichtskultur@ml.geschichtskultur-ruhr.de>
Antwort an: mailing@geschichtskultur-ruhr.de,
geschichtskultur@ml.geschichtskultur-ruhr.de
An: Geschichtskultur <geschichtskultur@ml.geschichtskultur-ruhr.de>
Mittwoch, 3. Juni 2026, 18.30 Uhr
*Recht unter Druck: Verfassung zwischen Interpretation und Praxis
Podiumsdiskussion*
Mit Samira Akbarian und Susanne Baer diskutieren auf der KWI-Bühne die
juristisch versierten Autorinnen zweier auf den ersten Blick sehr
unterschiedlicher Bücher: Während die ehemalige Verfassungsrichterin und
HU-Professorin Baer uns in den Maschinenraum des obersten deutschen
Gerichts und seines breiten Spektrums an Urteilen führt, widmet sich
ihre Frankfurter Kollegin Akbarian dem spezifischen Problem des zivilen
Ungehorsams.
Auch in ihrer Form unterscheiden sich Akbarians Studie Recht brechen und
Baers jüngere Publikation Rote Linien: Einer „Theorie“ des Rechtsbruchs,
der sich auf verfassungsrechtlich verbriefte Grundrechte bezieht, steht
die persönliche teilnehmende Beobachtung der Praxis und Verfahren des
Bundesverfassungsgerichts gegenüber. Beide Expertinnen und ihre Bücher
treffen sich indessen an neuralgisch-aufschlussreichen Punkten, die z.B.
Urteile zum Klimawandel, zum Recht auf Abtreibung oder die
Corona-Maßnahmen betreffen.
Samira Akbarian lotet mit dem gewaltlosen zivilen Ungehorsam eine
Grauzone der Legalität aus, in der sich eine demokratisch wirksame
Rechtsprechung gerade durch umstrittene Urteile bewährt. Susanne Baer
plädiert für eine verfassungsgerichtliche Praxis, deren auf Vielfalt und
Verfahrenssorgfalt gegründete Konsensentscheidungen sowohl rote Linien
markieren als auch einen roten Faden deutscher Verfassungsrechtsprechung
weiterspinnen. Unter hohem öffentlichem Druck (ent)stehen viele der
Urteile, mit denen Baer und Akbarian ihre grundsätzlichen Überlegungen
anreichern. Wie sich aus solchem Druck einladende Diskussionen über die
Zusammenhänge von Rechtsprechung und Demokratie gewinnen lassen, wird
sich im Gespräch der beiden Rechtswissenschaftlerinnen mit Julika Griem
zeigen.
REFERENTINNEN
Samira Akbarian, Goethe-Universität Frankfurt
Susanne Baer, Humboldt-Universität zu Berlin
MODERATION
Julika Griem, Direktorin des KWI
Online (Zoom
<uni-due.zoom.us/j/66720623433?pwd=VGCvkuuyXxk2EJHKbuVW2vYRG6lANT.1#success>)
& Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Gartensaal
*Veranstaltungsort*
Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)
Goethestraße 31, 45128 Essen