Mailingliste
Ausstellung
Ein Palazzo für das Ruhrvenedig – 100 Jahre Mülheimer Stadthalle
*Ein Palazzo für das Ruhrvenedig – 100 Jahre Mülheimer Stadthalle*
Eine Ausstellung des Stadtarchivs Mülheim an der Ruhr
Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts bestand in der Mülheimer
Bürgerschaft der Wunsch nach nacheinem repräsentativen Ort für
kulturelle und sonstige Veranstaltungen. Neidisch blickte man nach Essen
oder Elberfeld, wo in dieser Zeit prunkvolle städtische Säle geplant und
gebaut wurden. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs sowie die unruhigen
Nachkriegsjahre verzögerten das Projekt bis 1922, als nach einem
deutschlandweiten Wettbewerb das Architekturbüro Pfeifer & Großmann
durch Mülheims Oberbürgermeister Lembke den Auftrag zum Bau einer
Stadthalle erhielt.
Von Herbst 1923 bis Ende 1925 entstand auf dem Broicher Ruhruferein
prunkvoller Saalbau, der am 5. Januar 1926 feierlich eingeweiht wurde.
Zeitgenoss*innen fühlten sich beim Anblick an einen venezianischen
Uferpalast erinnert. Die neue Stadthalle ergänzte das an der Ruhr
bereits vorhandene Ensemble von Stadtbad, Schlossbrücke und Rathaus, so
dass bald scherzhaft die Rede von einem „Ruhrvenedig“ war.
Die Jubiläumsausstellung des Stadtarchivs beleuchtet mit Fotografien und
Plakaten das Gebäude von 1926 sowie die Vielfalt der Veranstaltungen der
letzten 100 Jahre, mit einem Schwerpunkt auf der Blütezeit der 1920er
und 1930er Jahre.
*Veranstaltungsort*
Haus der Stadtgeschichte, Foyer
Von-Graefe-Straße 37, Mülheim an der Ruhr