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Neuerscheinung
Astnide. Berichte zur Archäologie Essens
Archäologie Essens, Band 1. Nünnerich-Asmus Verlag, Oppenheim, 191 S.,
ISBN 978-3-96176-298-9, 35,00 €*
Die Großstadt Essen, im südlichen Ruhrgebiet gelegen, bietet eine
eindrucksvolle Dichte an Bodendenkmälern. Über 4000 archäologische
Fundstellen sind in Essen bekannt und jährlich kommen zahlreiche
Neuentdeckungen hinzu. Essen ist damit eine der fundreichsten Städte im
Ruhrgebiet.
Die größte Zahl archäologischer Fundstellen datiert in das Mittelalter:
Mit der Essener Innenstadt, Steele und Werden existierten im heutigen
Stadtgebiet immerhin drei selbstständige mittelalterliche Städte. In der
Innenstadt befand sich das Frauenstift Essen Domschatz, in Werden die
berühmte Benediktinerabtei. Dennoch wird die Geschichte der Stadt oft
genug auf Krupp und den Bergbau, die seit dem beginnenden 19.
Jahrhundert die Stadt prägten, reduziert.
Die Stadtarchäologie Essen präsentiert mit dem Band „Astnide“, ein
früher Begriff, aus dem sich der Name Essen ableitet, nun eine Auswahl
dieser Fundstellen in Form von wissenschaftlichen Beiträgen. Dabei
werden aktuelle Ausgrabungen und Forschungsthemen, ebenso wie die
Ergebnisse von Abschlussarbeiten vorgestellt.
Ein weiterer Schwerpunkt des Bandes liegt im Bereich der „Archäologie
der Moderne“. Neben einem umfangreichen, generellen Überblick zu
Fundstellen des 2. Weltkriegs im Stadtgebiet, werden ebenso die
Ergebnisse einer Abschlussarbeit zu einer Ausgrabung an „Panzerbau III“
im Detail präsentiert.
Dazu auch ein Wortbeitrag von Sebastian Senczek, Stadtarchäologe Essen,
auf WDR 3:
www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr3/wdr3-resonanzen/audio-mittelalterliches-true-crime-in-essen-100.html