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Film
Akte D – Mythos Trümmerfrau
Mittwoch, 14.01.2026, 18 Uhr
Akte D – Mythos Trümmerfrau
Neben der Währungsreform und dem Wirtschaftswunder zählen die
Trümmerfrauen zu den Gründungsmythen der deutschen
Nachkriegszeit. Die Dokumentation „Mythos Trümmerfrauen“ nimmt dieses
Narrativ kritisch unter die Lupe. In einer packenden Spurensuche
beleuchtet der Film, wie der Wiederaufbau der Nachkriegsjahre
tatsächlich vonstatten ging. Die Dokumentation von Judith Voelker und
Julia Meyer unternimmt eine kritische Würdigung dieser Gründungslegende.
In einer spannenden Spurensuche deckt der Film auf, wie vieles von dem,
was wir bis heute über die Nachkriegsjahre zu wissen glauben, sich
damals tatsächlich ganz anders zutrug. Er weist nach, dass die bekannten
Fotos von Trümmerfrauen eine Realität vorgaukeln, die es so wie
behauptet nie gegeben hat. Der Film folgt der Figur der Trümmerfrau
durch die Zeit und zeigt, wie das Klischee entstanden ist und wie die
Legende in den vergangenen 70 Jahren mehrfach umgestaltet wurde.
Im und nach dem Zweiten Weltkrieg, während der Zeit der deutschen
Teilung und des Kalten Krieges, in der bundesdeutschen Rentendebatte und
nach der Wiedervereinigung wurde die „Trümmerfrau“ für politische und
gesellschaftliche Debatten benutzt – so lange, bis das Klischee
erheblich stärker war als die historische Realität. Auch heute noch
erfüllt der Mythos eine Funktion, die es schwer macht, sich von ihm zu
befreien. (WDR)
In Kooperation mit dem Verein für Orts- und Heimatkunde Recklinghausen e.V.
Ein Film von taglicht media im Auftrag des WDR, BR und NDR, 44 Minuten
Um Anmeldung zur kostenfreien Veranstaltung wird per Email gebeten:
stadtgeschichte@recklinghausen.de
Institut für Stadtgeschichte
Hohenzollernstraße 12
45659 Recklinghausen
Fon: 02361 | 501901