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Call for Un|Sichtbarkeiten – Energiegeschichte zwischen Materialität

Liebe Listenmitglieder,

leider ist in der vorherigen Mail der ausführliche CfP abhanden
gekommen. Nun ist er enthalten (siehe URL im Text).

Bitte entschuldigen Sie die doppelte Nachricht.

Viele Grüße
Nikolai Ingenerf

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Un|Sichtbarkeiten – Energiegeschichte zwischen Materialität, Praxis und
Repräsentation
Jahrestagung der Gesellschaft für Technikgeschichte (gtg) 2026
LWL‑Museum Zeche Zollern, Dortmund, 7. bis 9. Mai 2026

Bergwerk, Kohlekeller, Pipeline, Serverfarm und Kaffeemaschine – sie
alle sind Teil komplexer Energienetzwerke, die das politische,
wirtschaftliche und kulturelle Handeln von Menschen prägen.
Energieträger, ihre Infrastrukturen und Nutzungsformen,
Energielandschaften sowie sprachliche Bilder von Energie formen die
materiellen und kulturellen Bedingungen des menschlichen Lebens, sind
historisch wandelbar und entstehen in der Wechselwirkung von Menschen
und Umwelt.

In Anerkennung dieser Zusammenhänge haben sich die Energy Humanities in
jüngster Zeit als dynamisches Feld zwischen Geistes‑ und
Sozialwissenschaften etabliert, das Energie in ihren materiellen,
politischen, kulturellen, ökologischen und technologischen
Erscheinungsformen untersucht. Ob Energiegeschichte das Potenzial zu
einer eigenständigen historischen Teildisziplin hat und welche Folgen
dies für Umwelt‑ und Technikgeschichte mit sich bringt, ist Gegenstand
aktueller Debatten (Graf 2023).

All das bietet für die Gesellschaft für Technikgeschichte Anlass, das
Spannungsverhältnis zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit von Energie
in den Mittelpunkt der Jahrestagung 2026 zu rücken. Dabei kooperiert die
Gesellschaft mit dem EU-Horizon geförderten Verbundvorhaben PITCH
(pitch-horizon.eu). Die Frage nach Bedingungen, Kontexten und
Praktiken der (Un‑)Sichtbarmachung von Energie eröffnet ein breites
Forschungsfeld, das durch lokale wie globale Perspektiven und intensive
Auseinandersetzungen geprägt ist. Mögliche Themen finden Sie im
ausführlichen Call for Papers: www.hsozkult.de/event/id/event-159054

Die Gesellschaft für Technikgeschichte bittet um Abstracts (max. 300
Wörter in deutscher oder englischer Sprache) und CVs (max. 1 Seite) für
Einzelbeiträge, Sektionen oder – nach Absprache – Formate abseits des
klassischen Vortrags. Ihren Vorschlag senden Sie bitte bis zum 11.
Januar 2026 an: jahrestagung@gtg2026.de

Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als
Kommunalverband mit mehr als 20.000 Beschäftigten für die 8,4 Millionen
Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21
Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten
deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit
Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in
der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit
wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive
Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und
18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und
finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit
125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

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