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Vortrag
Erinnerungskultur neu denken. Der Auschwitz-Prozess 1963–1965
*Erinnerungskultur neu denken. Der Auschwitz-Prozess 1963–1965, Fritz
Bauer und die deutsche Gesellschaft*
Ein Vortrag von PD Dr. Irmtrud Wojak in Kooperation mit dem Fritz Bauer
Forum, Bochum im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung Dirk
Reinartz: totenstill
2025 jährte sich zum 60. Mal das Urteil im ersten Frankfurter
Auschwitz-Prozess von 1963 bis 1965. Das Verfahren, in dem zahlreiche
Überlebende von Auschwitz erstmals vor einem deutschen Gericht
aussagten, gilt als ein Wendepunkt in der Auseinandersetzung mit den
NS-Verbrechen. Doch ist diese Erfolgsgeschichtsschreibung berechtigt?
Welche Schlüsse zog der Initiator des Prozesses Dr. Fritz Bauer, selbst
ein Überlebender des Holocaust, damals hessischer Generalstaatsanwalt,
aus dem an zwei Tagen verlesenen erschütternden Urteil?
Der Vortrag der Historikerin Irmtrud Wojak setzt sich mit dem
Auschwitz-Prozess im Kontext der Biografie Fritz Bauers und einer
überkommenen Kultur der Erinnerung auseinander. Über das „Verbrechen
erinnern“ wurde versäumt, so die Überlegung, zu fragen, was dies mit dem
eigenen Handeln in der Gegenwart zu tun hat.
Dr. Irmtrud Wojak ist Historikerin, Biografin von Fritz Bauer und
Initiatorin des in diesem Jahr eröffneten Fritz Bauer Forums in Bochum,
Zentrum für Demokratie und Menschenrechte. Der Eintritt ist frei.
*Veranstaltungsort*
Fritz Bauer Forum,
Feldmark 107, 44803 Bochum