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Aufsatz
A. Eine Dampfmaschine im Ruhr Museum

Axel Heimsoth: Eine Dampfmaschine im Ruhr Museum. Zur Musealisierung
einer Ikone der Industriekultur, S. 142-189

Erschienen in der Zeitschrift:
KULTEC – Magazin für Technik, Kultur und Museumsarbeit, Bd. 5 (2025)

doi.org/10.48627/tech.2025.1

Zum Inhalt:

Die Dampfmaschine ist eine der musealen Ikonen im Ruhrgebiet. Zu Recht
wird sie in vielen (Industrie-)Museen ausgestellt. Die Gründe für ihre
Ausnahmestellung sind zum einen, dass mit dieser Maschine der „Take-off“
der Industrialisierung (ab den 1830er Jahren) thematisiert werden kann.
Zum zweiten hat sie einen hohen Schauwert. Anders als viele andere
Arbeitsgeräte wird die Maschine angeworfen und das Publikum sieht sie in
Bewegung, „bei der Arbeit“.

Auch für das Ruhrlandmuseum Essen (heute Ruhr Museum) war das Exponat
Dampfmaschine von hoher Attraktivität. Zwei von ihnen wurden 1984 in die
Dauerausstellung integriert. Die Großobjekte bildeten konzeptionell
Ankerpunkte, um miteinander die Geschichten vom Bergbau, der Eisen- und
Stahlindustrie und dem Leben der Menschen in Beziehung zu setzen.

Woher kamen diese alten Dampfmaschinen? Sie stammten keineswegs aus der
Montanindustrie. Wie ist ihre Wirkung auf das Publikum zu erklären? Erst
im Rahmen der Neukonzeption des Ruhr Museums (2010) wurden an ihrer
Stelle andere Exponate berücksichtigt. Aus einer „Ikone“ ist nun ein
gewöhnliches Stück Sammlungsgut geworden.