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Neuerscheinung
Working-Class Housing – Arbeiterwohnungsbau

*Renate Kastorff-Viehmann: Working-Class Housing –
Arbeiterwohnungsbau. Fachhochschule Dortmund, Dortmund 2026, 141,
Seiten, opus.bsz-bw.de/fhdo/frontdoor/index/index/docId/4050*

Renate Kastorff-Viehman hat 1974 begonnen, sich mit dem Thema
Arbeiterwohnungsbau zu beschäftigen. Konkret mit dem Bau von
Arbeiterhäusern, mit den alten Kolonien und mit frühen
Stadterweiterungsgebieten im Ruhrgebiet. Das Resultat lautete:
„Wohnungsbau für Arbeiter. Das Beispiel Ruhrgebiet bis 1914“. Der Text
ist 1980 an der RWTH Aachen als Dissertation angenommen worden und 1981
als Buch erschienen. Das Thema hat sie seit dem wiederkehrend
beschäftigt: sei es in Form eines Seminars an der Fachhochschule
Dortmund, sei es als weitergehende wissenschaftliche Veröffentlichung,
sei es im Rahmen meiner Arbeit als Denkmalpflegerin der Stadt Dortmund.

Erstaunlicherweise findet man bis heute noch viele alte Kolonien im
Ruhrgebiet. Selbst wenn manche im Zug der Privatisierungen, die um 1980
einsetzten, an Aussagekraft verloren haben. Aus Kastorffs Recherchen zum
Werkswohnungsbau, zum privaten Mietshaus im Ruhrgebiet und zu frühen
Stadtplanungen in der „Industrieprovinz“ entwickelten sich weitere
Fragestellungen und Arbeitsschwerpunkte. Sie betreffen die Dortmunder
Stadtentwicklung 1918-1946, das „englische Vorbild“, Architektur und
Architekten (nicht nur im Revier), die Tätigkeit gemeinnütziger
Baugesellschaften, die Bedeutung des Malerischen, die „Grüne Stadt“, die
„Neue Industriestadt“, des Weiteren die Landesplanung im Ruhrgebiet
unter Robert Schmidt (1869-1934), dem ersten Direktor des 1920
gegründeten Siedlungsverbandes Ruhrkohlenbezirk (heute Regionalverband
Ruhr).

Einige ihrer Erkenntnisse, soweit sie das „Working-class Housing“
betreffen, hat sie in den Kapiteln der Publikation kurz und knapp
zusammengefasst. Die Essays bieten insofern nicht nur eine Einführung in
das Thema, sondern auch eine Art Zusammenfassung von Forschungsergebnissen.

/Renate Kastorff-Viehmann war bis 2014 Professorin für Baugeschichte an
der Fachhochschule Dortmund. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich
der Bau- und Planungsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Sie hat
angestellt und freiberuflich auf den Gebieten Dorf- und Stadtplanung,
Architektur und Denkmalpflege gearbeitet.

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