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Tagung
Historische Verantwortung und gesellschaftliche Relevanz – Die Auseinandersetzung mit Antisemitismus an Gedenkstätten und Erinnerungsorten

Mittwoch, 9. September 2026, 09.30-17.00 Uhr

*Tagung „Historische Verantwortung und gesellschaftliche Relevanz – Die
Auseinandersetzung mit Antisemitismus an Gedenkstätten und
Erinnerungsorten“*

Die bundesweite Fachtagung bringt Akteur*innen aus Gedenkstättenarbeit,
Wissenschaft, Bildungsarbeit und Zivilgesellschaft zusammen, um aktuelle
Herausforderungen zu analysieren und Perspektiven für den Umgang mit
Antisemitismus an Erinnerungsorten zur Geschichte des
Nationalsozialismus, aber auch zu jüdischem Leben, zu diskutieren.

In Vorträgen, Workshops und Projektvorstellungen werden
antisemitismuskritische Perspektiven sowie aktuelle Entwicklungen
antisemitischer Vorfälle und Gewalt an Gedenkstätten und
Erinnerungsorten diskutiert. Fokussiert wird insbesondere die Arbeit von
NS-Gedenkstätten in NRW, im ländlichen Raum und den jeweiligen
spezifischen Herausforderungen, die sich dort im Umgang mit
antisemitischen Vorfällen ergeben. Im Austausch zwischen Praxis und
Wissenschaft werden unterschiedliche Ansätze der Analyse, Prävention und
Reaktion vorgestellt und gemeinsam weitergedacht.

09.30 Uhr: Begrüßung und Grußworte

10.00 Uhr: Einleitung
Dr. Tanja Kinzel / Andreas Nowak, Bundesverband der Recherche- und
Informationsstellen Antisemitismus
(Bundesverband RIAS) „…dass wir Verantwortung übernehmen, liegt in der
Logik des Ortes“.
Antisemitismuskritische Zugänge zu NS-Gedenkstätten angesichts der
Spannungsfelder und Herausforderungen, vor denen die Gedenkstätten
stehen, inkl. Vorstellung der Bedarfe und Herausforderungen zu
Antisemitismus an Gedenkstätten

10.45 Uhr: Pause

11:00 – 12.30 Uhr: Input-Referate und Gespräch – Antisemitismuskritische
Zugänge an Gedenkstätten: Chancen und Hürden am Beispiel aktueller
Projekte „Zwischen steilem Erfolg und Momenten tiefer Ernüchterung: das
Projekt ReMember“, Dennis Forster, KZ-Gedenkstätte Flossenbürg.
Strukturen schaffen gegen Antisemitismus in Gedenkstätten am Beispiel
der Gedenkstätte Haus der Wannsee Konferenz (GHWK).
Projektvorstellung und erste Ergebnisse, Dr. Linda Giesel, Gedenkstätte
Haus der Wannsee Konferenz.

12.30 – 13.30 Uhr: Mittagspause

13.30 – 15.00 Uhr: Podiumsgespräch: Herausforderungen und Ansätze für
die Arbeit an Gedenkstätten angesichts des Anstiegs antisemitischer
Vorfälle.

* Stefan Querl, Geschichtsort Villa Ten Hompel
/Antisemitismusbeauftragter der Stadt Münster.
* Daniel Vymyslicky, NS-Dokumentationszentrum Köln / Fachstelle gegen
Antisemitismus Köln.
* Dr. Ulrike Schrader, Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal.
* Werner Brall, Arbeitskreis Jüdisches Bethaus Issum.

Moderation: Saskia Klemp, Gedenkstätte Landjuden an der Sieg /
Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten und – Erinnerungsorte in NRW e.V.

15.00 – 15.15 Uhr: Pause

15.15 – 16.45 Uhr: Austauschräume für die Handlungspraxis

1. Umgang mit antisemitischen Vorfällen an KZ-Gedenkstätten und
Erinnerungsorten – Jörg Rensmann, Recherche- und Informationsstelle
Antisemitismus Nordrhein-Westfalen (RIAS NRW)

2. Aktueller Rechtsextremismus als Herausforderung für die
Gedenkstättenarbeit zu NS-Unrecht – Hans-Peter Killguss, Info- und
Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus am NS-Dokumentationszentrum der
Stadt Köln

3. Herausforderungen und Qualitätsmerkmale im Umgang mit Antisemitismus
in Gedenkstätten (KOAS) – Lea Güse / Alexander Vasmer, Kompetenzzentrum
antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS)

4. Einblicke in antisemitismuskritische Ansätze in der Ausstellungs- und
Vermittlungspraxis – Diskussion anhand von Praxisbeispielen – Franziska
Göpner / Duha Binici, Anne Frank Zentrum

5. Israelbezogener Antisemitismus und Schuldabwehr im Kontext der
NS-Erinnerung – Micha Neumann, ADIRA- Antidiskriminierungsberatung und
Intervention bei Antisemitismus und Rassismus Dortmund

6. Qualitätsmerkmale antisemitismuskritischer Fallberatung in
institutionellen Kontexten – OFEK e.V. – Beratungsstelle bei
antisemitischer Gewalt und Diskriminierung in Nordrhein-Westfalen

16.45 Uhr: Tagesabschluss

17.00 Uhr: Ende

Die Fachtagung des Kooperationsverbunds gegen Antisemitismus wird vom
Anne Frank Zentrum und dem Bundesverband der Recherche- und
Informationsstellen Antisemitismus (Bundesverband RIAS) durchgeführt in
Kooperation mit dem Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten und
-Erinnerungsorte in NRW e.V. Die Tagung findet mit Unterstützung der
Beauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen für die Bekämpfung des
Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur statt.

Anmeldung hier
<kooperationsverbund-gegen-antisemitismus.de/veranstaltung/tagung-gedenkstaetten/>.
Diese ist bis zum 10.08.2026 möglich.

*Veranstaltungsort*
Alte Synagoge Essen
Edmund-Körner-Platz 1, 45127 Essen