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Ausstellung
Radikale Hoffnung. Kunst und Arbeitskampf

bis 4. Oktober 2026

*Ausstellung: Radikale Hoffnung. Kunst und Arbeitskampf*

Die internationale Gruppenausstellung /Radikale Hoffnung/ zeichnet nach,
wie Künstler*innen von der Moderne bis in die Gegenwart Arbeitskämpfe
thematisieren – dokumentarisch, poetisch, kritisch, radikal, solidarisch
und aus eigener Betroffenheit.

Anfang des 20. Jahrhunderts rückt die Kunst den Kampf der arbeitenden
Klasse gegen soziale Missstände in den Fokus. Ab den 1960er Jahren
wirken sich die Arbeitskämpfe auf die eigene künstlerische Praxis aus,
wenn Künstler*innen selbst in den Streik treten. Auch über die Kunst
hinaus erzeugen Widerstände gegen Arbeit bis heute eindrucksvolle Bilder
und Praktiken, die sich fortlaufend den globalen Entwicklungen anpassen.
In Gelsenkirchen gehört dazu auch ein feministisches Kapitel des
Arbeitskampfes: Arbeiterinnen erstritten hier Anfang der 1980er Jahre
Lohngleichheit und wurden damit Teil einer europaweiten Bewegung, zu der
auch die von Künstlerinnen initiierte Kampagne „Lohn für Hausarbeit“ in
Italien zählt. Beide Positionen sind Bestandteil der Ausstellung, die
unterschiedliche künstlerische Perspektiven und Praktiken des
Arbeitskampfs zeigt und zugleich die vielfältigen Überschneidungen
zwischen Protestästhetiken in Kunst und Alltag in den Blick nimmt.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Julia Höner (Kunstmuseum
Gelsenkirchen) und Friederike Sigler (Professorin für Gegenwartskunst,
Universität Wien).

*Begleitprogramm*

/Spuren der Arbeiter*innenkämpfe in der mehrsprachigen Literatur des
Ruhrgebiets/
23. September 2026, 18 Uhr
Das Ruhrgebiet ist historisch gekennzeichnet von Arbeitsmigration, wobei
die literarischen Zeugnisse dieser Migrationsgeschichten oft unbeachtet
bleiben. Nesrin Tançs Vortrag (RUB, College UA Ruhr) widmet sich den
Spuren von Arbeiter*innenkämpfen in der mehrsprachigen Literatur des
Ruhrgebiets und lädt dazu ein, diese als Teil einer vielfältigen
regionalen Erinnerungskultur zu entdecken.
/
Kino-Matinee in Kooperation mit Schauburg Filmpalast/
4. Oktober 2026, 11 Uhr
Schauburg Filmpalast, Horster Straße 6, 45897 Gelsenkirchen
Der Film /We Want Sex/ (Regie: Nigel Cole, 2010, 108 Min.) erzählt mit
britischem Humor vom Streik der Näherinnen im Ford-Werk Dagenham, die
unter Führung von Rita bessere Arbeitsbedingungen und gleichen Lohn
fordern. Trotz des Widerstands von Vorgesetzten und ihren eigenen
Familien entwickeln die Frauen einen mutigen Arbeitskampf, der
schließlich historische Bedeutung für die Gleichstellung erlangt.
13:15 Uhr: Umtrunk im Foyer des Kunstmuseum Gelsenkirchen
14 Uhr: Dialogischer Ausstellungsrundgang mit Julia Höner & Friederike
Sigler

*Veranstaltungsort*
Kunstmuseum Gelsenkirchen
Horster Str. 5-7, 45897 Gelsenkirchen