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Vortrag
Antifaschismus und Kalter Krieg

Donnerstag (heute), 21. Mai 2026, 19:00 Uhr

*“Antifaschismus und Kalter Krieg“
*Referent: Dr. Maximilian Becker

Ehemalige Verfolgte des Nationalsozialismus spielten in der
Nachkriegszeit eine wichtige politische, soziale und kulturelle Rolle.
Es waren vor allem sie – in erster Linie ehemalige politische Häftlinge
sowie Angehörige des Widerstands – und ihre zahlreichen Organisationen,
die für die Erinnerung an Widerstand und Konzentrationslager, für eine
Aufklärung der Öffentlichkeit und besonders der nachwachsenden
Generationen, für eine Bestrafung der Täter und für die Rechte der
Verfolgten eintraten. Überlebende waren zudem auf beiden Seiten in den
Kampagnen des Kalten Krieges engagiert und setzten sich früh mit dem
Rechtsextremismus auseinander. Dabei waren sie grenzüberschreitend aktiv
und zählten zu den Akteuren mit Verbindungen über den »Eisernen Vorhang«.

Maximilian Becker untersucht am Beispiel der kommunistisch dominierten
Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR), des
bedeutendsten internationalen Verfolgtenverbands mit Mitgliedern aus Ost
und West sowie Israel, diese transnationalen Verbindungen und
Aktivitäten. Der Einsatz für »Frieden« war dabei zentral und machte die
FIR zur Propagandaagentur im Dienste des Ostblocks und zur Vertreterin
politischer Interessen Überlebender.

Dr. Maximilian Becker ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für
Zeitgeschichte München-Berlin. Er war u. a. an der Österreichischen
Akademie der Wissenschaften, bei den Monumenta Germaniae Historica und
am Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt a.
M. tätig.

Veranstalter: Gedenkstätte Steinwache
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Veranstaltungsort*
Stadt Dortmund – Stadtarchiv
Märkische Str. 14, 44122 Dortmund