Museen

Hier finden Sie eine kleine Auswahl der rund 200 im Ruhrgebiet zu besichtigenden Museen, die sich mit der Lokal- und/oder Regionalgeschichte des Ruhrgebiets bzw. mit deren Facetten auseinandersetzen.

Alte Synagoge Essen

Die „Alte Synagoge“, ein Kulturinstitut der Stadt Essen, befindet sich im früheren Synagogenbau der jüdischen Gemeinde in Essen. Das Baukunstwerk gehört zu den größten und architektonisch bedeutendsten, freistehenden Synagogenbauten Europas aus der Anfangszeit des 20. Jahrhunderts und ist ein einzigartiges Kulturdenkmal. Ausstellungsbereiche zur jüdischen, deutsch-jüdischen Geschichte und zur jüdischen Kultur der Gegenwart erwarten hier die Besucher. Aktuelle Veranstaltungen ergänzen die Angebote eines lebendigen Kulturortes.

Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Das DBM vermittelt einen umfangreichen Einblick in den weltweiten Bergbau auf alle Bodenschätze von vorgeschichtlicher Zeit bis heute. Es zeigt technische, umfangreiche mineralogische und einzigartige (kunst-)historische Sammlungsgegenstände. Es ist damit das bedeutendste Bergbaumuseum der Welt und zugleich das deutsche Forschungsmuseum der Leibniz-Gemeinschaft für Georessourcen. Bis 2018 wird das Deutsche Bergbau-Museum Bochum generalsaniert und die Ausstellungsinhalte werden neu gestaltet. Anschauungsbergwerk, Seilfahrtsimulator und Fördergerüst sowie das DBM+ sind für Besucher weiterhin geöffnet.

Eisenbahnmuseum Dahlhausen

Mit einer beachtlichen Fahrzeugsammlung wurde am 30. April 1977 das „Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen“ eröffnet.  2011 konnte von der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte e.V. und der Stadt Bochum die „Stiftung Eisenbahnmuseum Bochum“ gegründet werden, die heute das Eisenbahnmuseum betreibt und es weiter ausbaut. Im Rahmen der Neukonzeptionierung „Vom Depot zum Erlebnisraum“ soll bis 2018 u. a. ein neues Empfangsgebäude entstehen.

Jüdisches Museum Westfalen

Das Museum, dessen Eröffnung 1992 auf die Initiative der Geschichtswerkstatt „Dorsten unterm Hakenkreuz“ zurückgeht, will die Spuren jüdischen Lebens in Westfalen sichtbar machen und bewahren. Es will zum Verstehen des Judentums, seiner Religion und Kultur beitragen. Neben einer Dauerausstellung über jüdische Religion und Tradition zeigt es regelmäßig Sonderausstellungen.

Kultur- und Stadthistorisches Museum Duisburg

Im Jahr 2002 feierte das Museum sein 100-jähriges Bestehen. Die Dauerausstellung zeigt die Geschichte Duisburgs von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Kulturgeschichtliche Highlights sind die Münz- und Antikensammlung Köhler-Osbahr sowie die europaweit berühmte Mercatorsammlung mit den Globen und Atlanten des berühmten Kartographen des 16. Jahrhunderts. Die Mercator-Schatzkammer erstrahlt seit März 2012 anlässlich des Jubiläums „500 Jahre Gerhard Mercator“ in einem neuen Licht.

LVR-Industriemuseum

Das LVR-Industriemuseum erzählt an sieben authentischen Orten von der bewegenden Geschichte der Industrialisierung an Rhein und Ruhr und wie diese Arbeit und Alltag der Menschen prägte – und zwar dort, wo sich all dies tatsächlich abspielte: In den ehemaligen Fabriken. Wenn die Treibriemen surren, die Öfen glühen und der Hammer schlägt, ist das Erbe einer Region zu spüren, in der einst das Herz von Textil, Papier, Eisen und Stahl schlug. Die Zentrale in Oberhausen ist der einziger Standort im Ruhrgebiet. Hier, in einer ehemaligen Zinkfabrik, steht die Eisen- und Stahlindustrie des Ruhrgebiets im Fokus. Eine Neukonzeption und Überarbeitung der Ausstellung wird 2020 abgeschlossen sein.

LWL-Industriemuseum

Das LWL-Industriemuseum war das erste Museum für Industriekultur und ist heute mit acht historischen Standorten das größte Industriemuseum in Deutschland. Es hält die Geschichte des Industriezeitalters wach und erzählt von den Menschen, die einst in den Fabriken und Bergwerken arbeiteten. Zu Schauvorführungen, Ausstellungen und Veranstaltungen kommen jedes Jahr mehr als 400.000 Menschen. So ist das Westfälische Landesmuseum für Industriekultur auch ein Forum für die vielfältige Kultur der Region. Fünf der Häuser befinden sich im westfälischen Teil des Ruhrgebiets, in Bochum, Dortmund, Hattingen, Waltrop und Witten.

Museum der Deutschen Binnenschifffahrt

Das Haus in Duisburg ist Deutschlands größtes und umfassendstes Museum für die Geschichte der Binnenschifffahrt. In einem originalgetreu restaurierten Jugendstil-Hallenbad, direkt am größten Binnenhafen Europas und am Rhein. Von der Steinzeit bis zur Gegenwart wird diese Geschichte als multimediales Erlebnis mit vielen detailgetreuen Modellen und zahlreichen Exponaten zum Anfassen vermittelt. Zum Museum zählen die Schiffe „Oscar Huber“, „Minden“ und das Kranschiff „Fendel 147“. Hier lässt sich die imposante Technik bestaunen. Der Maschinenraum ist ebenso zugänglich wie die ehemaligen Mannschafts- und Wohnräume.

Museum für Kunst und Kulturgeschichte

Die Besucher finden in dem Dortmunder Architekturdenkmal der „Alten Stadtsparkasse“ gleich fünf Museen unter einem Dach und begeben sich auf eine Zeitreise von der Ur- und Frühgeschichte bis ins 20. Jahrhundert. Glanzstücke des ältesten Museums seiner Art im Ruhrgebiet (gegründet 1883) sind der Goldschatz spätrömischer Fundmünzen, das romanische Triumphkreuz, die gotischen Madonnen des Conrad von Soest, das Raritätenkabinett der Renaissance, die Gemäldegalerie mit Werken des 18. und 19. Jahrhunderts sowie seltene geodätische Instrumente.

Ruhr Museum

Das Ruhr Museum befindet sich in der ehemaligen Kohlenwäsche der Zeche Zollverein, Schacht XII in Essen. Es wurde zeitgleich mit der Kulturhauptstadt Anfang 2010 eröffnet und zeigt in seiner Dauerausstellung die gesamte Natur- und Kulturgeschichte des Ruhrgebietes. Es versteht sich mit seinen umfangreichen Sammlungen zur Geologie, Archäologie, Geschichte und Fotografie, die im Wesentlichen auf den Sammlungen des ehemaligen Ruhrlandmuseums der Stadt Essen beruhen, nicht als klassisches Industriemuseum, sondern als Gedächtnis und Schaufenster der Metropole Ruhr. Dem dienen auch zahlreiche Sonderausstellungen und Begleitveranstaltungen. Zum Ruhr Museum gehören mehrere Außenstellen, wie zum Beispiel das Mineralien-Museum oder die Musterwohnung in der Margarethenhöhe.

Stadthistorische Ausstellung in Bochum

Die seit dem Kulturhauptstadtjahr 2010 im Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte präsentierte Ausstellung „Bochum – das fremde und das eigene“ ist über die Jahre verändert worden und ist aktuell mit den Abteilungen „Fern und fremd – die „graue Vorzeit Bochums“, „Kaubaukum – (k)ein Ort für Fremde?, „Kortum und die Welt – die Faszination des Fremden“, „Fremd in der Stadt – die fremde Stadt“ sowie „Fremde – Gäste – Gastarbeiter“ zu sehen. Daneben ist seit 2014 eine weitere Ausstellung, „Zwischen Heimat und Front – Bochum im Ersten Weltkrieg“, zu besichtigen. Der Eintritt ist hier frei.

Stadthistorische Ausstellung in Essen

Die historische Dauerausstellung „Essen – Geschichte einer Großstadt im 20. Jahrhundert“ im Haus der Essener Geschichte spannt einen weiten Bogen vom Kaiserreich bis heute. Sie bietet einen umfassenden Überblick über die Essener Geschichte der letzten 100 Jahre. Besonders beachtet wird dabei die Zeit des Nationalsozialismus. Die Ausstellung kann donnerstags von 14 bis 18 Uhr ohne Führung und Anmeldung gebührenfrei besichtigt werden. Zudem sind im Haus der Essener Geschichte, in dem auch das Stadtarchiv Essen seinen Sitz hat, immer wieder kleinere Wechselausstellungen zu sehen.