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Film in der Bergbausammlung „Abenteuer Ruhrpott“ Donnerstag

| FILM IN DER BERGBAUSAMMLUNG |
| „Abenteuer Ruhrpott“ |
| Teil 1: „Hier ist nicht wie überall“
Teil 2: „Arbeit ist nicht mehr Maloche“ |
| Datum:
Donnerstag, 15.08.2019, 19.00 Uhr |
| Ort:
Bergbausammlung Rotthausen, Belforter Straße 20, 45884 Gelsenkirchen |
| Anreise mit Bus und Bahn:
Bus 381 von Gelsenkirchen Hbf in Richtung Landschede
bis Haltestelle Schemannstr.
Weitere Details: bergbausammlung-rotthausen.de/besuch.html#bahn​​​​​​​
Elektronische Fahrplanauskunft: efa.vrr.de/ |
| Leitung:
Karlheinz Rabas |
| Eine Veranstaltung des Heimatbund Gelsenkirchen e.V.
in Zusammenarbeit mit der Bergbausammlung Rotthausen. |
| Alle interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.
Anmeldung nicht erforderlich. Teilnahme kostenlos.
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| Die Menschen im Ruhrgebiet sind das Thema der vierteiligen Filmdokumentation „Abenteuer Ruhrpott“ vom bekannten Dokumentarfilmer Werner Kubny. |
| 150 Jahre lang war das Ruhrgebiet das Land von Kohle und Stahl.
Seine Industrie, die Kumpel in den Bergwerken und die Arbeiter an den
Hochöfen galten als Motor des Wirtschaftswachstums. Schnell wurde der
Ballungsraum zum Schmelztiegel unterschiedlicher Kulturen. „Abenteuer Ruhrpott“ zeigt, welche Eigenarten sich über Generationen in dieser Region entwickelt haben, was das Ruhrgebiet und ihre Bevölkerung ausmacht. Sie beschreibt den wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Wandel, dem es unterworfen ist, was mit ihm verloren geht und was an Neuem entsteht. |
| Diese Filmdokumentation erzählt von Menschen, die sich um die Relikte einer vergangenen Industrieepoche kümmern, von Leuten, die um alte Arbeitersiedlungen kämpfen und vom Zusammenleben der Menschen und ihrem Stolz auf das „Revier“ in über 150 Jahren Industriegeschichte. Wie verkraften die Menschen den Verlust der Arbeitsplätze der letzten Jahrzehnte? Durch den politisch geleiteten Umbruch entstehen neue Perspektiven. Wie nehmen die Menschen das an? Beispielhaft wird der Arbeitskampf um das Stahlwerk Krupp Rheinhausen durch Zeitzeugen in Erinnerung gebracht. |
| „Hier ist nicht wie überall“ |
| Die erste Folge erzählt von dem Stolz der Einheimischen auf ihre
große Vergangenheit, aber auch von ihren Visionen für die Zukunft. Denn inzwischen müssen die Menschen im Ruhrgebiet um den Erhalt der alten Arbeitersiedlungen kämpfen. So hat beispielsweise die 1847 gegründete Zeche „Zollverein“ in Essen längst dicht gemacht und ist zum gern besuchten Industriedenkmal geworden. Auch andere der gewerblich nicht mehr genutzten Areale, Zechen und Hochofenwerke werden einer neuen Bestimmung zugeführt, denn in den alten Industriebrachen steckt viel mehr Potenzial, als man auf den ersten Blick ahnen mag. |
| Der Umwelt kommen die Schließungen zugute: Von den einstigen Umweltproblemen spürt man dank des Rückgangs der Schwerindustrie kaum noch etwas. Auf Anregung der Internationalen Bauausstellung Emscherpark wird auch die Emscher aufwendig renaturiert. |
| „Arbeit ist nicht mehr Maloche“ |
| In Gelsenkirchen wurde im April 2000 mit dem Verbundbergwerk Ewald/Hugo eine der letzten Zechen im Pott stillgelegt. Warum kämpften die Bergleute bis zuletzt um einen Arbeitsplatz, der gefährlich, ökonomisch ohne Perspektive und ökologisch problematisch ist? |
| „Es tut weh,
das alles aufzugeben.
125 Jahre Familiengeschichte
hängen daran!“ |
| Klaus Herzmanatus, Betriebsratsvorsitzende
Verbundbergwerk Ewald/Hugo
zur Schließung am 30. April 2000 |
| Der Stahl war eine große Säule der Industrieepoche. Seine Ära endete mit dem dramatischen Kampf um das Kruppstahlwerk Duisburg-Rheinhausen. Der Abriss der alten Werkshallen symbolisiert, dass hier: |
| „die Arbeit der Kruppianer
von 100 Jahren mit der Abrissbirne auch in den Köpfen weggehauen wird!“ |
| Helmut Laakmann, ehem. Betriebsleiter des
Stahlwerks Duisburg-Rheinhausen |
| Doch die Krise ermöglicht auch den Aufbruch. Überall entstehen Firmen, die auf Zukunftstechnologien setzen und neue Arbeitsplätze schaffen. Firmen, die am Rande des Ruins standen, nutzten die Krise, um sich von den alten industriellen Strukturen der Vergangenheit zu lösen. Am stärksten profitiert das Ruhrgebiet heute von der Bildungsreform der 60er und 70er Jahre, die hier eine einzigartige Hochschullandschaft entstehen ließ. |
| Werner Kubny |
| Werner Kubny arbeitet seit 1982 als Autor, Regisseur & Produzent und hat seitdem über 90 Fernseh- und Kinofilme hergerstellt: Dokumentarfilme, Kinderfilme, Dokumentationen sowie TV-Doku-Serien. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit sind historische Dokumentationen und Kino-Dokumentarfilme über die Kultur- Sozial- und Industriegeschichte des Ruhrgebietes, Er hat zahlreiche Auszeichnungen bekommen – auch bei internationalen Festivals. |
|  Veranstalter: Heimatbund Gelsenkirchen e. V.
Mozartstr. 13, 45884 Gelsenkirchen Telefon: +49 (0)209 17 70 99 99
Telefax: +49 (0)209 17 70 99 97
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