Freitag, 9. März 2007

Sinti und Roma im Rhein-/Ruhrgebiet

Workshop

 

Der Workshop „Sinti und Roma im Rhein-/Ruhrgebiet“ versteht sich als Forum für jene, die sich in Wissenschaft und Publizistik, in Gedenkstätten und Archiven, Geschichtsvereinen und Interessenverbänden mit der Vergangenheit und Gegenwart der Sinti und Roma in der Rhein-Ruhr-Region auseinandersetzen.

Der Workshop am 9. März 2007 beschäftigte sich schwerpunkt-mäßig mit der Wahrnehmung und mit dem Umgang mit Sinti, Roma und anderen Zigeunergruppen seit 1945. Mechtild Brand hat über viele Jahre bei einem kommunalen Projekt für die nach dem Krieg nach Hamm gezogenen Lalleri mitgearbeitet und berichtete daher über ihre praktische Arbeit vor allem mit Kindern und Jugendlichen. Rüdiger Benninghausen vom Rom e.V. aus Köln stellte seine ethnografische Beschäftigung mit Zigeunergrabstätten vor.

Die Nachgeschichte der Verfolgung sowie die Entschädigung für das im Nationalsozialismus erlittene Unrecht stand im Fokus des zweiten Teils des Workshops. Katharina Stengel thematisierte die Entschädigungspraxis der 1950er und 60er Jahre in der Bundesrepublik. Marc von Lüpke-Schwarz konnte wegen Erkrankung leider nicht teilnehmen.

Das Protokoll des Workshops werden Sie etwa Anfang Juni 2007 hier vorfinden.
Die an diesem Nachmittag vorgestellte
Kurzdarstellung einer Befragung von Archiven und Einrichtungen (Adressenliste) im Rhein-/Ruhrgebiet im Juli 2006 zu Veranstaltungen und Publikationen zu dem Thema "Sinti und Roma im Rhein-/Ruhrgebiet", durchgeführt vom Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V., können Sie hier herunter laden.

 

Programm

13.30 h      
Begrüßung

13.45 h    
Regionalstudien zur Geschichte der Sinti und Roma im Rheinland und Westfalen:
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Mechtild Brand, Hamm: Versuch der Vernichtung kultureller Identität durch Verschulung.
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Rüdiger Benninghaus, Rom e.V., Köln: Zigeunergräber als ethnohistorische und ethnografische Quelle.
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 Diskussion

 14.45 h      
Kaffeepause

15.15 h      
Entschädigung der Sinti und Roma in der Bundesrepublik / in NRW:
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Katharina Stengel, Fritz-Bauer-Institut, Frankfurt am Main: "Entschädigung von Sinti und Roma in den 50er und 60er Jahren. Gesetzgebung und Rechtsprechung."
- Marc von Lüpke-Schwarz, Göttingen: "Die Duisburger Sinti und Roma zwischen Verfolgung und »Wiedergutmachung«"
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Diskussion

Ende: ca. 16.30 Uhr

 

Veranstalter: Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V. mit Unterstützung der / Gedenkhalle Schloss Oberhausen

Vorbereitung: Susanne Abeck, Berthold P. Bartel