Veranstaltungen



Vorträge 2005 auf der Henrichshütte Hattingen
28. Januar, 25. Februar, 18. März, 29. April, 27. Mai, 24. Juni, 29. Juli, 26. August, 30. September, 28. Oktober, 25. November 2005


Gespräche zur "Kulturhauptstadt 2010"
17. Juni und 1. Juli 2005

Sinti und Roma im Rhein- / Ruhrgebiet
25. November 2005

blicke aus ruhrgebiet
24. bis 27. November 2005

Tagung: Erinnerung in der Einwanderungsgesellschaft
30. November 2005

Studienkonferenz: Das magische Dreieck
30. November bis 1. Dezember 2005

Symposium: Vom Entwurf zum Depositum
26. Januar 2006

 


 



 

Vorträge 2005 auf der Henrichshütte Hattingen
jeden letzten Freitag im Monat, 20 Uhr, Eintritt frei

28. Januar
Die Grafen zu Stolberg-Wernigerode und die Henrichshütte in Hattingen
Dr. Jörg Brückner, Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt

25. Februar
Auftrieb durch Dampfkraft - Über die Bemühungen um dampfbetriebene Flugzeuge
Dr. Jürgen Laege, Haltern

18. März
Stahl - Ein Abriss der Geschichte seiner Erzeugung
Dipl.-Ing. Manfred Toncourt, Verein Deutscher Eisenhüttenleute, Düsseldorf

29. April
Das Freiformschmieden - Grundzüge seiner Entwicklung
Dipl.-Ing. Klaus Dieter Knöppel, Westfälisches Freilichtmuseum Hagen, Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)

27. Mai
Schmieden einer Kurbelwelle auf der Henrichshütte, 1998
Ausschnitte aus Filmmaterial des Westfälischen Landesmedienzentrums, Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)

24. Juni
Schmelzen und Schmieden von Eisen in der Ur- und Frühgeschichte
Prof. Dr. Albrecht Jockenhövel, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

29. Juli
Schmieden und Schmiede in Richard Wagners "Ring der Nibelungen"
Prof. Dr. Werner Breig, Erlangen

26. August
Schmieden von Damaszenerklingen
19 Uhr, Schauvorführung mit Dipl.-Ing. Matthias Zwissler, Duisburg

30. September
Der Schmied in der Mythologie von der Antike bis ins Mittelalter
Prof. Dr. Christoph Daxelmüller, Universität Würzburg

28. Oktober
Aufstieg und Untergang der Schmiedebetriebe der Henrichshütte
Anja Kuhn, Westfälisches Industriemuseum

25. November
Schmieden - nur historisch interessant?
Substitutionsprozesse und zukünftige Entwicklungen
Dipl.-Ing. Oliver Ziegelmayer, Prof. Dr.-Ing. R. Kopp, RWTH Aachen


Veranstaltungsort:

Westfälisches Industriemuseum
Henrichshütte Hattingen
Werksstraße 25, Hattingen
http://www.lwl.org/LWL/Kultur/wim/S/hattingen

 

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"Fußball und mehr". Besichtigung der Wanderausstellung "Fußballregion Ruhrgebiet" mit anschließendem Gespräch zur Kulturhauptstadt Europas 2010
17. Juni 2005

 Am Freitag, den 17. Juni, lädt das Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V. auf der Zeche Hannover in Bochum-Hordel ein: Zum einen möchten wir in großer Runde über das Engagement der Geschichtsszene bei dem Projekt "Kulturhauptstadt Europas 2010" Anregungen und Ideen austauschen. Zum anderen wollen wir die Gelegenheit für eine Besichtigung der Wanderausstellung "Fußballregion Ruhrgebiet" an diesem WIM-Standort nutzen. Die Ausstellung ist ein gemeinsames Projekt des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) und eine Art Auftakt zur Fußball-WM im Revier. Es wird all das präsentiert, was Fußballherzen höher schlagen lässt: Fotos aus dem 19. Jahrhundert bis zur aktuellen Saison im Profi- und Amateurfußball und auch "Schätzchen" wie alte Pokale und Erinnerungsstücke von bekannten Revierfußballern werden nicht fehlen.

Der Nachmittag beginnt ab 15 Uhr mit einer Führung und wird gegen 16.30 Uhr mit einem Gespräch fortgesetzt, zu dessen Beginn Jürgen Fischer, Leiter des Bewerbungsbüros, über das Projekt "Kulturhauptstadt Europas 2010" und den aktuellen Stand berichten wird. Nachdem das Ruhrgebiet gemeinsam mit Görlitz in die letzte Runde in der Bewerbung um den Titel "Kulturhauptstadt Europas 2010" gelangt ist, sollte die Geschichtsszene mit der Planung und Vorbereitung von Angeboten für die Gäste und Besucher im Jahr 2010 beginnen. Das Forum möchte an diesem Nachmittag seine Idee bezüglich einer gemeinsamen Beteiligung vorstellen und lädt alle Interessierten herzlich dazu ein, eigene Entwürfe an diesem Nachmittag vorzutragen. Die Veranstaltung ist gebührenfrei. 

Um eine Anmeldung bei Susanne Abeck wird gebeten: forum@geschichtskultur-ruhr.de

Anfahrtsbeschreibung zur Zeche Hannover.

Hier können Sie sich das Gesprächsprotokoll als pdf-Datei herunterladen.

 

2. Gespräch zur Kulturhauptstadt Europas 2010
1. Juli 2005

14 Tage später lädt das Forum in Kooperation mit dem Bewerbungsbüro die Vertreter und Vertreterinnen der Archive und Museen zu einem gemeinsamen Brainstorming bezüglich des Engagements im Kulturhauptsstadtjahr 2010 ein. Anwesend werden Jürgen Fischer, Leiter des Bewerbungsbüros, und Dr. Oliver Scheytt, Moderator der Bewerbung (angefragt), sein.

Treffpunkt ist der Hans-Luther-Raum im RVR-Gebäude, 16 Uhr. Um eine Anmeldung bei Susanne Abeck wird bis zum 20. Juni gebeten: forum@geschichtskultur-ruhr.de

Anfahrtsbeschreibung zum RVR

Hier können Sie sich das Gesprächsprotokoll als pdf-Datei herunterladen.

 

 

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Workshop "Sinti und Roma im Rhein-/Ruhrgebiet"
25. November 2005, 14 - 19 Uhr


Das Forum Geschichtskultur veranstaltet mit Unterstützung des Stadtarchivs Dortmund einen Workshop zum Thema "Sinti und Roma im Rhein-/Ruhrgebiet". Gedacht ist dieses Treffen als Austausch derer, die zu diesem Themenkomplex gearbeitet haben bzw. dies noch tun, um somit zu einem Eindruck – ein Überblick wäre sicher zu hoch angesetzt - des regionalen Forschungsstandes zu gelangen. Es geht also weniger um die Information interessierter Fachfremder - auch wenn diese herzlich eingeladen sind - als vielmehr um die Darstellung des jeweiligen Quellenbestandes, der eventuell gegebenen lokalen Besonderheiten und um eine Kurzdarstellung der bereits zum Abschluss gebrachten bzw. der bisher vorliegenden Arbeitsergebnisse.

ABLAUF

14 Uhr
Begrüßung und Vorstellungsrunde

I. Die Rolle der Kriminalpolizei

14.15 Uhr
Dr. Karola Fings: Die Zigeunerpersonalakten der Kripo Köln

14.45 Uhr
Marc von Lüpcke-Schwarz M.A.: Die Duisburger Kriminalpolizei und die "Bekämpfung der Zigeunerplage" 1939-1944

Pause

II. Lokale Forschungen zu Verfolgung und Ermordung von Sinti und Roma

16.00
PD Dr. Stefan Goch: Gelsenkirchen

16.30 Uhr
Mechthild Brand: Hamm

17.00 Uhr
Dr. Martina Kliner-Fruck: Witten

17.30 Uhr
Lutz Berger und Klaus Kunold: Bochum und Wattenscheid

III. Bilanz und offene Fragen

18.00 Uhr
PD Dr. Michael Zimmermann: NS-Zigeunerpolitik und das Ruhrgebiet

Die Moderation liegt bei Susanne Abeck.

Veranstaltungsort ist die Steinwache Dortmund, Steinstr. 50, Dortmund.

Alle an dieser Thematik Interessierten sind zur Teilnahme an diesem Workshop eingeladen, der von 14 bis 19 Uhr in der Steinwache am Dortmunder Hauptbahnhof stattfinden wird.

Anmeldung: Susanne Abeck, Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher e.V.,
fon 0231/931122-90,
forum@geschichtskultur-ruhr.de

 

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blicke aus dem ruhrgebiet
Festival für Video und Film

24. bis 27. November 2005

 

Die Grenzenlosigkeit des Regionalen

blicke aus dem ruhrgebiet präsentiert als regionales Festival Filme von FilmemacherInnen aus der Region oder über die Region des Ruhrgebiets. Dieser zweifache lokale Bezug bestimmt das Profil des Festivals und damit den Rahmen für Austausch, Konfrontation und Auseinandersetzung. Innerhalb dieses Rahmens aber gewährt das Festival größtmögliche Freiheit: weder Form, noch Genre, weder Länge noch ästhetischer Zugang sind vorgeschrieben – und auch das bestimmt das Profil von blicke aus dem ruhrgebiet, das von der Eigenständigkeit und Originalität der eingereichten Produktionen lebt und diese fördern will.

Forum

Regionalbezug heißt räumliche Nähe. blicke aus dem ruhrgebiet will ein Ort sein, an dem sich die Blicke, die von der Region in die Welt geworfen werden mit denjenigen kreuzen, die von der Welt auf die Region fallen. An dem sich Dokumente des Hier-Lebens verschränken mit der bewussten Thematisierung des "Ruhrgebiets" als Raum bestimmter Ideen, Geschichten und Projektionen. Das Festival-Forum lebt vom breiten Spektrum der Aussagen, und besonders die FilmemacherInnen, die einen Blick jenseits des scheinbar Bekannten und losgelöst von stereotypen und konventionellen Arbeitsweisen wagen, haben hier die Möglichkeit, öffentliche Aufmerksamkeit zu finden, gezeigt, diskutiert und konfrontiert zu werden, ohne konzeptionelle Kompromisse eingehen zu müssen. Bei blicke aus dem ruhrgebiet treffen sich daher zwangsläufig Schräges und Klares, Kleines und Grosses, Etabliertes und Neues, professionell Ermöglichtes und autonom Gebasteltes, Super8 und 35mm, studentische Seminararbeit und ambitionierter Urlaubsfilm, die große Erzählung und der kleine Gedankenblitz.

Erstmalig wird in diesem Jahr der vom Forum Geschichtskultur an Ruhr und Emscher und der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur gespendete Preis "Rückblende. Geschichtskultur-Preis" vergeben. Kriterien sind: Der Film muss sich mit der Ruhrgebietsgeschichte oder mit deren Teilaspekten beschäftigen, wobei es keinerlei zeitliche oder thematische Einschränkungen gibt. Ausgezeichnet werden können Dokumentationen, Reflektionen und Fiktionen (auch Mischformen). Der Film soll originell sein, wobei dieses Kriterium sowohl auf die Fragestellung als auch auf die filmische Umsetzung zutreffen kann, jedoch nicht auf beides gleichermaßen zutreffen muss. Mit dem "Preis der Geschichtskultur" können sowohl Laien als auch Profis ausgezeichnet werden.

 

Veranstaltungsort:
Bahnhof Langendreer
endstation.kino
Wallbaumweg 108
44894 Bochum
www.blicke-aus-dem-ruhrgebiet.de

 

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Erinnerung in der Einwanderungsgesellschaft
Fachtagung

30. November 2005

Die Tagung beleuchtet die Themenfelder Geschichte und Erinnerung in der Einwanderungsgesellschaft, einer Gesellschaft, die nicht (mehr) geprägt ist durch ein national oder ethnisch definiertes homogenes Ganzes, sondern durch Vielfalt und Heterogenität. Ziel der Tagung ist es, Einwanderungsgesellschaft, Zuwanderung und NS-Vergangenheit erinnerungskulturell zusammen zu denken und zu diskutieren:

  • Wie verändern sich Wahrnehmung und Darstellung von Geschichte?
  • Wer bringt welche familiären und kollektiven Erfahrungen und Traditionen in die Diskussion ein, und was bedeutet diese Entwicklung für die Geschichtserzählung der Bundesrepublik?
  • Welche Veränderungen oder Erweiterungen werden in Bildungszusammenhängen, vor allem
  • in der Schule oder in Gedenkstätten und in der Öffentlichkeit sichtbar?
  • Wird eine neue Multiperspektivität Kennzeichen "unserer" Geschichte und Erinnerung?

Diese Fragen wollen wir im Jahr 2005, in dem sich zum 60. Mal das Kriegsende und zum 50. Mal die Unterzeichnung des ersten Arbeitskräfteabkommens mit Italien jährt, diskutieren.

 

PROGRAMM

Mittwoch, 30. November 2005

09.30 Uhr: Stehkaffee

10.00 Uhr: Begrüßung und thematische Einführung

Anne Broden (IDA-NRW)

10.30 Uhr: Baustelle Erinnerungskultur:

Geschichtsbilder zwischen Pluralisierung und Engführung
Dr. Matthias Proske (Erziehungswissenschaftler, Universität Frankfurt/M.)

Diskussion

12.00 Uhr: Mittagspause

13.00 Uhr: Workshops

1. Historisch-politische Bildung in der Einwanderungsgesellschaft:
Ist nicht-ethnisierender Unterricht möglich?

Dr. Kuno Rinke (Deutsche Vereinigung für politische Bildung)

Moderation: Dr. Heidi Behrens (Bildungswerk der Humanistischen Union NRW)

2. Entkonkretisierung und Trivialisierung: NS-Geschichte - Steinbruch für universelle Menschenrechtsbildung?

Gottfried Kößler (Fritz-Bauer-Institut Frankfurt/M.)

Moderation: Dr. Hans Wupper-Tewes (Landeszentrale für politische Bildung NRW)

3. Perspektiven der historisch-politischen Bildung in der Einwanderungsgesellschaft.
Ergebnisse einer empirischen Studie

Rainer Ohliger (Netzwerk Migration in Europa e. V.)

Bartholomäus Figatowski (Universität zu Köln)

Moderation: Jan Motte (Landeszentrum für Zuwanderung NRW)

14.30 Uhr: Kaffeepause

15.00 Uhr: Gesprächsrunde: Was geht ‚uns’ ‚Eure’ Geschichte an?

Eleonore Wiedenroth-Coulibaly (Initiative Schwarze Menschen in Deutschland)

Dr. Manuel Gogos (Dokumentationszentrum und Museum über die Migration aus der Türkei e. V., Domit)

Giovanni Pollice (angefragt; Bundesvorstand der IG Bergbau, Chemie, Energie, Referat Migration)

Moderation: Daniela Milutin (Westdeutscher Rundfunk)

16.30 Uhr: History reloaded - Kanaken machen Geschichte

Abschlussreflektionen des Tagungsbeobachters Massimo Perinelli (Historiker, Universität zu Köln, Kanak Attak)

17.15 Uhr: Tagungsende


Die Tagungskosten betragen 10,00 EUR (inkl. Verpflegung, bei eigener Anreise). Erst wenn der Betrag überwiesen wurde, ist die Anmeldung gültig.

Bankverbindung:
IDA e. V.
Stadtsparkasse Düsseldorf
Kto: 00 47 02 23 06, BLZ: 300 501 10
Stichwort "Erinnerung"

Anmeldung:
Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit (IDA-NRW)
Volmerswerther Str. 20, 40221 Düsseldorf
Tel: 02 11/15 92 55-5, Fax: 02 11/15 92 55-69
Info@IDA-NRW.de, www.IDA-NRW.de

Anmeldefrist: 18. November 2005

Tagungsort:
JH-Tagungsstätte / Köln-Deutz City-Hostel
Siegesstraße 5, 50679 Köln

Die Fachtagung ist eine Kooperationsveranstaltung von Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit in Nordrhein-Westfalen (IDA-NRW), Bildungswerk der Humanistischen Union NRW, Landeszentrum für Zuwanderung NRW (LzZ), Landeszentrale für politische Bildung NRW (LzpB). Mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration NRW

 

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Studienkonferenz:
Das magische Dreieck.

Zum Verhältnis von Kuratierung, Museumspädagogik und Gestaltung
Mittwoch, 30. November, bis Donnerstag, 1. Dezember 2005

Kooperation des Bundesverbandes freiberuflicher Kulturwissenschaftler e.V.
(BfK) mit dem Bundesverband Museumspädagogik e.V.
Ort: Thomas-Morus-Akademie Bensberg, Bergisch-Gladbach

Im Rahmen einer gemeinsamen Studienkonferenz werden sich Kuratoren,
Gestalter und Museumspädagogen intensiv mit drängenden Fragen der
Ausstellungspraxis in Museen und vergleichbaren Einrichtungen
beschäftigen. Im Mittelpunkt der Diskussion wird hierbei das Verhältnis
der drei Gruppen im magischen Dreieck ihrer Zusammenarbeit stehen.

Gefragt wird u.a.: Wie kann das Zusammenspiel zwischen Kuratierung,
Museumspädagogik und Gestaltung sinnvoll organisiert werden?
Wie können sich die Beteiligten als gleichwertige Partner am
Ausstellungsprojekt gegenseitig unterstützen?
Wie können ästhetische Umsetzung, fachwissenschaftliche Erkenntnisse und
pädagogische Zugänge in eine sinnvolle Einheit gebracht werden?
Welche Konfliktlinien entstehen im magischen Dreieck?

Diese Fragen gewinnen an Bedeutung, da Museen in der Öffentlichkeit
zunehmend in Konkurrenz zu Freizeiteinrichtungen stehen. Vielen
erscheint in diesem Spannungsfeld der Status als 'Bildungseinrichtung'
kaum mehr ausreichend, um sich auf dem Freizeitmarkt  zu behaupten und
ihre Existenz zu rechtfertigen. Das Hauptprodukt der Museen, die
'Ausstellung', soll daher durch intelligente Unterhaltung Besucher
anziehen, die sich in der Art eines kulturellen 'window-shopping'
beschäftigen möchten. Unterhaltende Elemente, die faszinierende und
einmalige Inszenierung werden zur selbstverständlichen Zugabe der in der
Ausstellung zu vermittelnden Inhalte und der zu zeigenden Objekte. Dies
kann von den Kuratoren und Museumspädagogen in der Regel nicht geleistet
werden. Die objektbezogene und räumliche Präsentation der Ausstellung
übernehmen daher oft professionelle Gestalter. Dabei müssen Kompetenzen
und Strukturen der Zusammenarbeit geklärt und neu ausgelotet werden. Die
Tagung soll dazu einen Beitrag leisten.

Einladung sowie Programm und eine Anmeldekarte (pdf) finden Sie auf
der Website des Bundesverbands freiberuflicher Kulturwissenschaftler
e.V. www.b-f-k.de unter "Termine und Links"


Programm

Mittwoch, 30. November 2005

11.00 Uhr Begrüßung und Einführung
Bildung und Unterhaltung im Museum - Das museale Selbstbild im Wandel
- Dr. Christine Bäumler, Universität Magdeburg

Statements mit anschließender Diskussion
- Prof. Dr. Heiner Treinen, IATW NRW, Gelsenkirchen
- Prof. Dr. Angelika Ruge, FHTW Berlin
- Dr. Hannelore Kunz-Ott, Landesstelle für nichtstaatliche Museen in
Bayern, München

13.00 Uhr Mittagessen

14.00 Uhr Die Aufgaben der Gestaltung im Spannungsfeld von
Ausstellungskuration und -didaktik sowie Museumspädagogik
    Kurzvorträge und Diskussion

16.00 Uhr Kaffee- und Teepause

16.30 Uhr Die Aufgaben der Ausstellungskuration im Spannungsfeld von
Gestaltung, Museumspädagogik und Ausstellungsdidaktik
Kurzvorträge und Diskussion

18.30 Uhr Abendessen

19.30 Uhr Mitgliederversammlung des Bundesverbandes freiberuflicher
Kulturwissenschaftler e.V.

21.30 Uhr Ende des Veranstaltungstages

Donnerstag, 1. Dezember 2005

Frühstück für Übernachtungsgäste von 7.00 bis 9.00 Uhr

9.00 Uhr Die Aufgaben der Museumspädagogik im Spannungsfeld von
Gestaltung, Ausstellungskuration und -didaktik
Kurzvorträge und Diskussion

Kaffee- und Teepause

12.00 Uhr Mittagessen

13.00 Uhr Exkursion in die Praxis
Fahrt nach Bonn

14.00 Uhr Rheinisches LandesMuseum Bonn
Statement von
- Lothar Altringer, Stellvertretender Direktor, Rheinisches LandesMuseum
Bonn

Weiterfahrt zur
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn
Besuch der Ausstellung "Barock im Vatikan. Kunst und Kultur im Rom der
Päpste"
Abschlussgespräch in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik
Deutschland

17.00 Uhr Rückfahrt über Köln Hbf nach Bensberg

Ende der Tagung


Tagungsleitung
- Martin Schmidt, Heike Kirchhoff, Bundesverband freiberuflicher
Kulturwissenschaftler e.V.
- Andreas Würbel, Thomas-Morus-Akademie Bensberg

Veranstalter
- Bundesverband freiberuflicher Kulturwissenschaftler e.V., Bonn
- Thomas-Morus-Akademie Bensberg, Katholische Akademie im Erzbistum Köln

Tagungsort
Thomas-Morus-Akademie Bensberg/Kardinal-Schulte-Haus, Overather Straße
51-53, 51429 Bergisch Gladbach, Telefon 0 22 04 - 40 80

Anmeldung
Bitte schriftlich an:
Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Overather Straße 51-53
51429 Bergisch Gladbach
Telefon 0 22 04 - 40 84 72
Telefax 0 22 04 - 40 84 20
akademie@tma-bensberg.de
www.tma-bensberg.de

Anmeldeformular siehe auch www.b-f-k.de unter Termine und Links


Bundesverband freiberuflicher Kulturwissenschaftler e.V. (BfK)
Geschäftsstelle: Adenauerallee 10
53113 Bonn
Fax: 0228-2420305
www.b-f-k.de

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Vom Entwurf zum Depositum
Über den wissenschaftlichen Umgang mit dem zeichnerischen Nachlass der Industrie

Wissenschaftliches Symposion aus Anlass der Erforschung des zeichnerischen Nachlasses der Architekten Fritz Schupp und Martin Kremmer

26. Januar 2006, 9.30 – 18.00 Uhr, Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Die wissenschaftliche Beschäftigung mit den Hinterlassenschaften der Industrie ist unbestritten etablierter Bestandteil des geschichtlichen Forschungsbetriebes. Dennoch hat sich ein Fach wie "industrial archaeology" nicht wirklich etablieren können. Die vielfältigen Einzelaspekte sind als eigenständige Disziplin fast nicht vertreten, sondern den einzelnen bestehenden Fachbereichen angegliedert worden, die sich natürlich dieses verlockende Aufgabengebiet nicht haben entgehen lassen wollen. Angetreten unter dem Aspekt des Bewahrens des industriellen Erbes, ist zunächst die Industriedenkmalpflege flächendeckend in der Bundesrepublik für eine Reihe von Jahren intensiv aktiv gewesen. Mittlerweile befindet sie sich auf dem Rückzug. Dabei lag der Schwerpunkt auf dem Bereich der Dokumentation und weniger auf dem der wissenschaftlichen Erforschung. Angesichts des dramatischen Strukturwandels in der Industrie, der seiner eigenen, sich beständig verändernden Dynamik unterliegt, war dies unumgänglich. Ein verantwortlicher Umgang mit der eigenen gebauten bzw. materiellen Geschichte ist der Industrie selbst aus weitgehend vorgeschobenen Rentabilitätsgründen fremd geblieben.

In einigen Branchen wird dieser Strukturwandel durch nahezu vollständige Aufgabe – zum Beispiel im Bergbau – in Kürze zum Abschluss kommen, in anderen Erwerbszweigen durch Überlagerung mit Neunutzungen zu weiteren Veränderungen unter Anpassungszwängen führen. Andererseits führt der gesellschaftliche Generationenwandel zunehmend zu Veränderungen im Rezeptionsverhalten und in den Bewertungskriterien hinsichtlich der Erhaltungsbemühungen. Auch hier gilt es hinsichtlich Akzeptanz und Wahrnehmung im Rahmen des eigenen verantwortungsbewussten gesellschaftlichen Handelns immer wieder intensiv die Zielrichtung unserer Fachgebiete zu überprüfen. Als fachkundige Sachwalter öffentlichen Interesses und als Bewahrer erhaltenswerter Industriebauten sind wir der Gesellschaft Rechenschaft schuldig für unser Tun und Unterlassen.

Intensives Nachdenken über die zukünftige Ausrichtung dieses Wissenschaftsbereiches und das Aufzeigen aktueller Forschungsansätze stehen im Mittelpunkt der Tagung. Sie wendet sich an die Fachvertreter/innen der Hochschulen und der Denkmalpflege sowie der privaten und öffentlich-rechtlichen Stiftungen, der Forschungseinrichtungen und der Institutionen archivischer und musealer Betreuung.

Ansprechpartner:
Dr. Michael Farrenkopf / Dipl.-Ing. Kristina Pegels
Bergbau-Archiv
beim Deutschen Bergbau-Museum Bochum
Am Bergbaumuseum 28, 44791 Bochum
Tel.: 0234/5877-154, Fax: -111, www.bergbaumuseum.de, www.archive.nrw.de

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