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Motte, Jan; Ohliger, Rainer (Hg.):
Geschichte und Gedächtnis in der Einwanderungsgesellschaft
Migration zwischen historischer Rekonstruktion und Erinnerungspolitik
Klartext Verlag, 352 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Broschur, 18,90 Eur0,
ISBN 3-89861-040-3
Migration und historische Erinnerung sind zwei in Deutschland stark und
kontrovers diskutierte Themen, die bislang allerdings weitgehend
unverbunden bleiben. Während in den letzten Jahren eine lebhafte
Auseinandersetzung um die politische Ausgestaltung der heutigen
Einwanderungsgesellschaft geführt wurde, blieb deren historische
Dimension
unterbelichtet. Zwar sind Migrantinnen und Migranten sichtbarer Teil der
deutschen Gesellschaft, doch gilt es noch, das Wechselverhältnis von
Geschichte, Migration und historischer Erinnerung zu bestimmen.
Wie und wo lässt sich die Geschichte der Einwanderung verorten? Die
Autoren
des Sammelbandes diskutieren diese Frage sowohl an praktischen Beispielen
(Museen, Ausstellungen, Denkmäler, Schulbücher) als auch auf
theoretischer
Ebene. Dabei wird deutlich, dass Geschichte und historische Erinnerung in
der Einwanderungsgesellschaft wichtige Ressourcen für Anerkennung und
Emanzipation sind. Eine auf Offenheit und Einbeziehung zielende
historischpolitische Kultur eines Landes ermöglicht erst die
gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe und politische Partizipation
von Migrantinnen und Migranten.
INHALT
I. Einwanderung und historische Rekonstruktion
II. Einwanderung aus biografischer Perspektive
III. Einwanderung und Gedächtnis
IV. Einwanderung und Selbstbewusstsein: Der Fordstreik 1973
V. Perspektiven in der Einwanderungsgesellschaft
VI. Anhang
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